Rationalisierung in der Beschaffungslogistik

Die Beschaffungslogistik gilt in produzierenden Unternehmen als kritische Querschnittsfunktion für die Wertschöpfung. Zahlreiche interne und externe Schnittstellen, organisatorische Hemnisse und Abteilungsdenken behindern in vielen Fällen den reibungslosen Ablauf und sorgen trotz erhöhter Bestände immer wieder für Produktionsstillstände und Lieferengpässe.

 

Dabei ist die Problematik der Beschaffungslogistik einfach:
 

Ziel der Betriebsmittelversorgung ist es, das richtige Betriebsmittel zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.

 

 

Situation im Unternehmen

Die Situation im Unternehmen sieht in den meisten Fällen anders aus. Zwischen den zahlreichen Lieferanten und der eigenen Produktion im Unternehmen klafft eine "logistische Grauzone", die aus eigener Kraft überwunden werden muss. Das hat oft weitreichende Konsequenzen:

  • ca. 15% der Aufträge werden aufgrund fehlender Werkzeuge angehalten oder unterbrochen
  • über 40% der Arbeitszeit eines Vorarbeiters entfällt auf die Werkzeugorganisation und -beschaffung
  • ca. 20% der Arbeitszeit eines Maschinenbedieners betrifft die Werkzeugsuche
  • zwischen 30 und 60% der Werkzeugvorräte in Werkzeugausgaben sind nicht bestandskontrolliert
  • über 60% der Betriebsmittelkosten lassen sich als Gemeinkosten nicht verursachungsgerecht zuordnen