Erfolgreiche Serienfertigung am Standort Deutschland

Das Unternehmen Booster Precision Components gehört zu den innovationsgetriebenen Produktionsunternehmen in Deutschland. In dem im Jahre 2004 gegründeten Unternehmen im niedersächsichen Schwanewede entstehen jährlich über 10 Mio. Verdichterräder und andere komplexe Bauteile für die Automobilindustrie.

Dass ein Unternehmen als Global Player am Standort Deutschland Großserienteile produziert, ist angesichts des vergleichsweise  hohen Lohnniveaus wohl doch eher selten. Doch in Schwanewede, nordwestlich von Bremen, ist das Alltag. Allerdings wurde die knapp 8.500 m² große Fabrik auch anlagentechnisch speziell für die Fertigung komplexer Bauteile, im speziellen von Verdichterrädern für Turbolader in Großserie, ausgelegt. 350 Mitarbeiter sorgen derzeit für einen produktiven Betrieb der hochmodernen Maschinen und Anlagen im 24h Betrieb an 365 Tagen im Jahr.

Alleine im Bereich der Drehmaschinen verrichten 55 Horizontal- und Vertikaldrehmaschinen ihren Dienst. Angeordnet zu komplexeren Drehzellen und ausgestattet mit einem Roboter sind sie in der Lage, zeitgleich bis zu zwei verschiedene Produkte zu fertigen. In der Fräserei stehen darüber hinaus etwa 80 moderne Fräszentren, die ebenfalls mit einem 6-Achs-Roboter ausgerüstet sind. Speziell für die Verdichterräder stehen dann diverse vollautomatische Auswuchtzellen zur Verfügung, um die von den Kunden geforderten hohen Qualitätsstandards einhalten zu können. Als Besonderheit verfügt das Unternehmen auch noch über 5-achsige Werkzeugschleifmaschinen, um hochpräzise Formfräser eigenst herzustellen.

So wundert es auch nicht, dass das Interesse am Thema Tool Management und der Kontakt zur KROMI Logistik AG zunächst auch im Wesentlichen aufgrund logistischer Ziele zu Stande gekommen ist. Für den Geschäftsführer Jonas Keune ging es konkret um die Frage, ob er im Zuge des kontinuierlichen Wachstums seine eigene Einkaufsabteilung ausbauen sollte oder von vornherein auf ein Dienstleistungsmodell im Rahmen einer Best-In-Class Partnerschaft setzen sollte. Insbesondere aufgrund des hohen technologischen Standards der eigenen Fertigung war bei den Mitarbeitern im Unternehmen gegenüber einem „Vendor managed Inventory“-Konzept eine gewisse Skepsis spürbar. Da aber generell ein großer Kostendruck auf dem Unternehmen lastet, lohnte es sich in jedem Fall, einen Vergleich anzustellen. Dabei lieferten natürlich Serviceleistungen wie die Übernahme des Werkzeuglagers, die automatische Bestandsführung und die Übernahme der Vollversorgung durch KROMI wichtige Argumente bei der Entscheidungsfindung.

Im Rahmen der Pilotphase wurde dann zunächst der elektronische Werkzeugkatalog erstellt und die ersten Werkzeugausgabeautomaten aufgestellt. Für einen ersten Kostenvergleich spielen in dieser Phase allerdings verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle. So entsteht durch die Übernahme des Werkzeugbestands durch
KROMI und den anschließenden Rückkauf der Werkzeuge an den Kunden ein einmaliger Mehraufwand, der die Kostenseite vorübergehend belastet. Im Gegenzug werden dabei auch die üblichen „Lagerleichen“ aus dem Inventar genommen. Darüber hinaus darf natürlich auch ein fiktiver Personalaufwand für eine eigene Einkaufsabteilung bei einem Kostenvergleich nicht unberücksichtigt bleiben.


Wie zu erwarten zeigte sich im weiteren Verlauf bei der Optimierung von Bearbeitungsprozessen im Rahmen von exemplarischen Zeitstudien, dass die Fertigungsexperten von BOOSTER bereits über ausgefeilte NC-Programme und Produktionsprozesse verfügen. Kein Wumder, denn sonst wären die Kosten pro Bauteil im internationalen Vergleich sicher auch nicht weltmarktfähig. Für Jonas Keune hat die Prozessoptimierung im Rahmen des KROMI Engineering Service auch derzeit noch nicht die finale Priorität: „Sobald wir die ganzen logistischen Abläufe umgestellt und stabilisiert haben, so dass Verfügbarkeiten und Lieferqualitäten optimiert sind, kümmern wir uns intensiver um die weiteren Optimierungen. Wir wissen natürlich, dass wir da bereits sehr gut aufgestellt sind. Aber beim Thema Engineering kann uns KROMI als herstellerneutraler Anbieter sicher auch weiterhin den einen oder anderen guten Tipp geben.“

Profil

Firma: BOOSTER Precision Components (Schwanewede) GmbH
Internet:www.booster-precision.com
Gründung: 2004
Sitz: Schwanewede (DE)
Mitarbeiter: ca. 350
Branche: Maschinenbau
Verfahren:Drehen, Fräsen, Wuchten, Werkzeugherstellung
Produkte: Verdichterräder, Turbolader-Komponenten

Im Jahr 2016 verließen mehr als 10 Mio. gefräste Verdichterräder und andere komplexe Teile die hochautomatisierte BOOSTER-Fertigung in Schwanewede. (Bild: BOOSTER Precision Components)

Ihr Ansprechpartner:

Herr Bernd Paulini

Kromi Logistik AG
Tarpenring 7-11
D-22419 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 537151 -0
Fax: +49 (0)40 537151 -99
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