Mit Industrie 4.0 vom Lohnfertiger zum Entwicklungspartner

Die CDL-Präzisionstechnik GmbH & Co. KG ist ein innovatives Unternehmen mit Firmensitz in Mönchengladbach. Das Unternehmen wurde 2002 von Claus Dieter Landolt gegründet und feierte im vergangenen November 15-jähriges Jubiläum. Für Kunden der Maschinenbau-, Nutzfahrzeug-, Landmaschinen- und Textilmaschinenbranche sowie der Medizintechnik bietet CDL das komplette Dienstleistungsprogramm zur Herstellung von  einbaufähigen  mechanischen
Serienteilen und Baugruppen.

Firmengründer Claus Dieter Landolt hat das Unternehmen in den letzten 15 Jahren seit Gründung vom Lohnfertiger zum Problemlöser in der Entwicklung und Umsetzung von komplexen Bearbeitungs- und Logistikkonzepten ausgebaut. Denn neben der spanenden Präzisionsbearbeitung übernimmt CDL für seine Kunden auf Wunsch auch die Verantwortung für Rohteilbeschaffung und weitere Prozessschritte, beispielsweise Wärmebehandlung, Dichtprüfung, Oberflächenbeschichtung und Baugruppenmontage. In Kürze ist auch die Mehrschicht-Nasslackierung in eigener Lackieranlage möglich. Heute produzieren ca. 70 Mitarbeiter auf mehr als 6.000 m2 Produktionsfläche im 3-Schichtbetrieb an etwa 30 CNC-Maschinen, die mit 4 bzw. 5 Achsen für die High-Speed- und Komplettbearbeitung ausgerüstet sind. Die Bauteildimensionen reichen von der Größe einer Streichholzschachtel bis zu den Abmessungen eines Smart.

Zentrale Bausteine der Erfolgsgeschichte im hart umkämpften internationalen Wettbewerb sind zum einen die erfahrenen und motivierten Mitarbeiter, die gemeinsam mit der Geschäftsleitung für hohe Qualität und Zuverlässigkeit gegenüber den Kunden einstehen. Wesentlich zum Geschäftserfolg beigetragen hat aber auch das konsequente Co-Engineering innerhalb der gesamten Prozesskette. Konkret bedeutet das, dass bereits beim Eintreffen einer Fertigungsanfrage die mögliche Fertigung am Rechner digital simuliert werden kann. Dazu gehört vor allem auch der eigene Vorrichtungsbau und die Werkzeugplanung. Aufträge, bei denen CDL nur als verlängerte Werkbank zum Kapazitätsausgleich des Kunden dient, sind für Landolt inzwischen eher die Ausnahme. „Wir sind inzwischen in der Projektumsetzung schneller als die meisten unserer Kunden selbst. Oft ist die Bauteilentwicklung beim Auftragseingang noch gar nicht abgeschlossen. Da müssen wir dann bei der Prototypenentwicklung und -herstellung die fehlende Zeit wieder rausholen.“

Um genau dafür optimal aufgestellt zu sein, hat Landolt 2013 zusammen mit seinem Sohn, Pascal Landolt, die CDL-ProTec GmbH gegründet. Spezialität des jungen Unternehmens ist die digitale Fabrik, d.h. die CAD/CAM-Kopplung aller Prozessschritte auf Basis einer durchgängigen 3D-Modellkette. So lassen sich die Daten sowohl für die Gieß- und Erstarrungssimulation als auch für die Bearbeitungssimulation verwenden. Die Erstellung von Modelleinrichtungen mit modernster 3D-Printtechnik, sowie  die  anschließende  mechanische Komplettbearbeitung mit  kombinierter Dreh-Fräs-Technik bis hin zur Qualitätsprüfung und der Lieferlogistik machen kürzeste Durchlaufzeiten möglich und genügen höchsten Qualitätsansprüchen.

Ein Vorteil der Mönchengladbacher ist vor allem die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit innovativen Gießereien bei der Beschaffung der Rohteile. Aufgrund des ausgeprägten Know-Hows für die seriengerechte Gestaltung von Gussteilen sowie der kompletten Bearbeitungssimulation bereits im Prototypenstatus dauert es heute nur noch etwa 4-5 Tage, bis
die ersten fertigungsoptimierten Gussrohlinge im Haus sind.

Mit KROMI hat Landolt im Bereich Tool Management von Anfang an auf einen strategischen Partner gesetzt, der die digitale Fabrik im Rahmen seines innovativen Tool Management  Konzepts  optimal  unterstützt. Denn während vor 15 Jahren noch überwiegend mit Standardwerkzeugen gearbeitet wurde, sind es heute komplexe Kombinations- und Stufenwerkzeuge aus PKD oder Hartmetall, die verschiedene Konturen und Arbeitsgänge auf der Maschine in einem Schnitt erzeugen und so dazu beitragen, die Bearbeitungszeiten drastisch zu reduzieren. Besonders wenn die kalkulierten Prozesszeiten bzw. Zielkosten pro Bauteil nicht erreicht werden, sind die Technologieberater von KROMI gefragt. Mit dem KROMI Engineering Prozess können die Werkzeugkosten bereits im Vorfeld kalkuliert und verglichen werden. Und wenn dann das passende Werkzeug gefunden ist, liefert KROMI auch den digitalen Zwilling in Form von 3D-Daten gleich mit. Damit kann auch die Bearbeitungssimulation in Echtzeit erfolgen.

Claus-Dieter Landolt (re.), Pascal Landolt (mi.) und KROMI-Niederlassungsleiter Wilfried Schmitz (li.) vor der neuen DMG-Maschine. (Bild: KROMI)

Profil

Firma: CDL-Präzisionstechnik GmbH & Co. KG / CDL-Protec GmbH
Internet:www.cdl-technik.com
Gründung: 2002/2013
Sitz: Mönchengladbach (DE)
Mitarbeiter: ca. 70
Branche: Maschinenbau, Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Textilmaschinen, Medizintechnik
Verfahren:gesamte Prozesskette zur Herstellung einbaufähiger mechanischer  Komponenten
Produkte: innovative HighTech-Produkte aus Aluminium, Stahl und Guss

Mit dem neuen Dreh-/Fräszentrum DMC 160FD duoBlock von DMG Mori mit Drehtisch und X-/Y-Verfahrwegen bis zu 160 cm erweitert die CDL-Präzisionstechnik die Kapazität zur Komplettbearbeitung von Großteilen. (Bild: KROMI)

Ihr Ansprechpartner:

Herr Wilfried Schmitz

KROMI Logistik AG
Otto-Hahn-Str. 8
D-40721 Hilden

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