Industrie 4.0 ist für OBD Precision mehr als nur eine Worthülse

Serienfertiger für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und andere Branchen setzt auf hohen Automatisierungsgrad.

Die Firma OBD Precision GmbH fertigt und vertreibt hochpräzise Dreh- und Frästeile, vorrangig für die  Automobilindustrie und den Maschinenbau. Mit einem modernen Maschinenpark und innovativen Fertigungsprozessen nimmt das schwäbische Unternehmen eine führende Position in diesem Markt ein. Für die beiden Geschäftsführer Dr. Ulrich Ahrens und Michael Bölling ist das Thema Industrie 4.0 dabei mehr als eine Worthülse. Um am Standort Deutschland erfolgreich bestehen zu können, setzen beide auf einen hohen Grad an Automatisierung mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik.

Produziert wird bei OBD Precision mit über 150 Fertigungsmaschinen. Dadurch bietet das Unternehmen seinen Kunden flexible Möglichkeiten in der Produktion von Klein- und Großserien mit höchster Präzision und Qualität. Nahezu alle spanenden Fertigungsprozesse greifen hierbei nahtlos ineinander. Zusätzlich zählen Wärmebehandlung und Beschichtungsprozesse zum Leistungsspektrum. Auch Montageaufgaben werden bei Bedarf im Auftrag des Kunden durchgeführt. Ziel ist höchste Qualität durch Präzision für alle gefertigten Produkte.

Dabei versteht sich OBD Precision als Partner mit langjähriger Erfahrung in Projektmanagement, Fertigung und Messtechnik. Grundlage für den Erfolg sind erfahrene Vertriebs- und Projektingenieure sowie Techniker, die die Kunden bei der operativen Umsetzung von Projekten unterstützen.

„Ziel ist es, den Werkzeugkostenanteil unter 5% zu senken“

Interview mit Dipl.-Ing. Michael Bölling, Geschäftsführer der OBD Precision GmbH

KROMI newsletter: Herr Bölling, wie sind Sie ursprünglich an das Thema Tool Management herangegangen, was war für Ihr Unternehmen die größte Motivation?

Bölling: Für uns bedeutet die Einführung von Tool Management nicht einfach nur eine andere Art der Werkzeugversorgung. Vielmehr ist es für uns als Mittelständler mit etwa 300 Mitarbeitern von großer Bedeutung, den Einkauf als nicht direkt wertschöpfende Abteilung so weit wie möglich zu entlasten. Und dabei natürlich auch alle für uns wichtigen Lieferanten  weiter nutzen zu können.

KROMI newsletter: Wie sind Sie dann auf KROMI gekommen?

Bölling: Die Systeme der einzelnen Werkzeughersteller bieten hauptsächlich nur Lösungen für ihr eigenes Sortiment. Wir wollten aber auf jeden Fall Synergien durch das Zusammenfassen der Lieferanten nutzen, also einen Ansprechpartner und eine monatliche Rechnung für alle Artikel. Darüber hinaus war es uns wichtig, die Lagerkapazitäten und vor allem die eigenen Bestände so weit wie möglich zu reduzieren, um die Liquidität zu verbessern. Hier hat sich KROMI im Benchmark klar durchgesetzt.

KROMI newsletter: Von welchem Volumen sprechen wir denn?

Bölling: Wir hatten in 2015 einen Werk-zeugumsatz von etwa 7,5 Mio. Im Zeitraum der Einführung des KROMI Tool Managements konnten wir diesen Wert auf etwa 5 Mio. senken, wobei auch Umsatzrückgänge in diesem Bereich das Ergebnis beeinflusst haben. Dennoch waren signifikante Einsparungen messbar. Ziel ist es jetzt, den Werkzeugkostenanteil dauerhaft  auf unter 5% zu senken. Dazu greifen wir aber auch technologisch noch in die Fertigungsprozesse ein.

KROMI newsletter: Was war Ihnen bei der Einführung des KROMI Tool Management noch wichtig?

Bölling: Wichtig war uns auf jeden Fall eine hohe Verfügbarkeit der Werkzeuge direkt in der Produktion an den Maschinen. Wir haben sehr anspruchsvolle Fertigungsstatio-nen mit teuren Maschinen und hohem Automatisierungsgrad. Stillstandszeiten durch fehlende Werkzeuge sind da absolut nicht erwünscht. Wir wollten aber auch unbedingt, dass wir unsere erfahrenen Mitarbeiter als Tool Manager in neuer Aufgabe behalten konnten. Dazu betreibt KROMI jetzt im Werk ein eigenes Büro. Eine funktionierende Partnerschaft ist bei so einer engen Form der Zusammenarbeit aus unserer Sicht unverzichtbar und hat sich auch schon eingestellt.

KROMI newsletter: Wie sieht der aktuelle Stand aus und wie geht es weiter?

Bölling: Die Pilotphase ist soweit abgeschlossen, jetzt geht es in die weitere Umsetzung. Wichtig war uns im ersten Schritt, dass die neuen Geschäftsprozesse auf Basis der KTC Ausgabeautomaten und des Procurementsystems KeC erst einmal stabil laufen. Damit haben wir natürlich schon deutliche Einsparungen erzielt. Das lässt sich ja jetzt auch auf  andere Betriebsmittel wie Schleifscheiben oder Kühlschmiermittel ausweiten. Spannend wird es natürlich im technologischen Bereich, in wie weit noch Einsparungen bei den Kosten pro Bauteil aus den laufenden Prozessen erzielt werden können. Hier erhoffen wir uns natürlich auch positive Effekte.

Profil

Firma: OBD Precision GmbH
Internet:www.obd-precision.de
Gründung: 1992/2016
Sitz: Gaildorf (DE)
Mitarbeiter: ca. 300
Branche: Automobilzulieferer, Maschinenbau
Verfahren:Zerspanung, Schleifen,
Honen, ECM
Produkte: hochpräzise Dreh- und Frästeile

Qualität durch Präzision: Für OBD die beste Lösung für anspruchsvolle Produkte und Prozesse. (Bild: OBD)

Ihr Ansprechpartner:

Herr Wolf-Dietrich Pilz

KROMI Logistik AG
Niederlassung Süd
Borsigstraße 26
D - 73249 Wernau

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